ESF regional

Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung im Landkreis Stendal

Das Land Sachsen-Anhalt zielt mit der Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung darauf ab, die Förderung stärker an den regionalen Bedarfen und Voraussetzungen auszurichten. Zur Gestaltung und Umsetzung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen arbeitet der Landkreis Stendal eng mit den Partnern in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zusammen.

Es werden spezifische Angebote entwickelt, individuelle Vermittlungshemmnisse der Zielgruppen abgebaut und Alternativen gegenüber der Ausgrenzung von beruflicher und gesellschaftlicher Teilhabe entwickelt. Die nachhaltige soziale und berufliche Integration der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Landkreis Stendal ist das zentrale Ziel.

Gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Vermeidung beruflicher und gesellschaftlicher Ausgrenzung sowie für die individuelle berufliche und soziale Wiedereingliederung von arbeitslosen Personen – „Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung“ (Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung - RdErl. des MS vom 12.06.2016, MBl. LSA 2015, ber. 2016, S. 196) obliegt die Verantwortung zur regionalen Ausgestaltung der Förderung im Landkreis Stendal dem „Regionalen Arbeitskreis“ (RAK; siehe RdErl., Teil 1, Punkt 4.3).

Für die Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung sind im Rahmen der Regionalisierung und in Ergänzung zu anderen Fördermöglichkeiten die einzeln aufgeführten Projekte und Personengruppen relevant.

Regionaler Arbeitskreis im Landkreis Stendal

Der Regionale Arbeitskreis [RAK] im Landkreis Stendal trägt seit seiner konstituierenden Sitzung im Juli 2015 gemeinsam mit den jeweils zuständigen Verwaltungsbehörden auf Bundes- und Landesebene für den EFRE und ESF resp. den bezogenen Förderprogrammen und deren Umsetzung Sorge dafür, dass daraus folgende und im Landkreis Stendal in Umsetzung kommen könnende bzw. kommende Projekte fach- und sachgerecht eingeworben und erfolgreich durchgeführt werden.

Partnerschaftlich und vertrauensvoll wirken hier der Landrat und weitere Beauftragte des Landkreises Stendal, Vertreter des Jobcenters Stendal, der Bundesagentur für Arbeit, der Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Wirtschafts- und Sozialpartner sowie die gleichstellungspolitische Vertretung stimmberechtigt zusammen. Hinzu treten in die Vorhabensumsetzung eingebundene und mitarbeitende, sprich fachkundige Experten.

Die Arbeit im RAK ist darauf ausgerichtet, größtmögliche Synergieeffekte zu erreichen und das Engagement aller Beteiligten auf regionaler und lokaler Ebene für die Programmziele zu unterstützen, zu verstärken und einzubinden.

Dies geschieht insb. auch vor dem Hintergrund, dass das Land Sachsen-Anhalt seine Arbeitsmarktförderung mit Umsetzung mit der Strukturfondsförderperiode 2014-2020 stärker an den regionalen Bedarfen und Voraussetzungen ausrichtet und somit den Landkreis Stendal aktiver in die Gestaltung und Umsetzung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen einbezieht.

Im Zuge der Regionalisierung wird der Landkreis Stendal bei der Entwicklung und Umsetzung von EU-Bundes- und Landesvorhaben mit Arbeitsmarktbezug stärker einbezogen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen auf der Grundlage der Orts- und Sachkenntnis der Arbeitsmarktakteure den regionalen Bedürfnissen entsprechend gemeinsam entwickelt und umgesetzt, die Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungssituation und die damit verbundene Schaffung zusätzlicher Ausbildungs- und Arbeitsplätze ortsgerecht unterstützt, die Wirksamkeit und Effektivität der Maßnahmen erhöht, regionale Kompetenzen und Verantwortung für Förderentscheidungen einbezogen und das vertrauensvolle Zusammenwirken der Wirtschafts- und Sozialpartner in der Umsetzung regionaler Arbeitsmarktpolitik optimiert und gestärkt.

Ankerpunkt für die avisierte regionale Ausgestaltung der Förderung und der Aufgabenerfüllung ist der RAK. In ihm sind alle regionalen arbeitsmarktpolitischen Akteure vertreten. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, den Regionalisierungsansatz zum Wohle der Entwicklung des Landkreises Stendal in der Region belastbar und verantwortlich in Umsetzung, Durchführung und Zielerreichung zu begleiten.

Der RAK arbeitet mit weiter relevanten Kooperationsverbünden (u.a. RÜMSA) zusammen und trifft seine Entscheidungen auch auf Grundlage deren Empfehlungen. Die Arbeit des RAK wird durch eine Geschäftsstelle am Amt für Wirtschaftsförderung und Projektmanagement durch einen Regionalen Koordinator (ReKo) organisiert und koordiniert.

Projektträger:

Landkreis Stendal
Der Landrat
Hospitalstraße 1-2
39576 Stendal

Zuständige EU-Verwaltungsbehörde EFRE/ESF:

Ministerium der Finanzen
Editharing 40
39108 Magdeburg

09.05.2018

© Edgar Kraul E-Mail