STABILISIERUNG UND TEILHABE AM ARBEITSLEBEN

Anliegen des Wettbewerbs und Ansprechpartner im Landkreis Stendal

Projektbeginn:  01.10.2017

Das Landesprogramm „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“ wird zunächst bis Dezember 2019 aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Für zahlreiche Menschen im Landkreis Stendal gehören Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit leider zum Alltag. Ihnen muss gezielte, intensive Unterstützung bei der Bewältigung ihrer ihnen oft irreversibel verfahren erscheinenden Situation gegeben werden. Hinzu kommt, dass viele TN wenn überhaupt mit unrealistischen oder unklaren beruflichen Vorstellungen in das Programm einsteigen werden. Vielfältige Misserfolge führten zu Frustration, Pessimismus und Ziellosigkeit; Langzeitarbeitslosigkeit und Arbeitsmarktferne verfestigen sich so immer weiter. Hier gilt es, durch die Analyse der aktuellen Situation (Profiling, in Kooperation mit dem JC) und die Entwicklung von Lösungsstrategien und -ansätzen sowie die Unterstützung bei deren Realisierung zum Beispiel durch Angebote der Schulden-, Drogen- oder Erziehungsberatung, die Unterbreitung von Angeboten zur Unterstützung der Alltagsbewältigung usw. den Weg in eine Erwerbsarbeit zu ebnen.

Ziel ist es, eine trotz Beschäftigungsaufbaus und insgesamt sinkende Arbeitslosigkeit wachsende Zahl von Langzeitleistungsbeziehern im Alter von Ü35-U58 Jahren im LK Stendal langfristig (wieder) in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Langzeitarbeitslose sollen im Rahmen der Projektdurchführung zunächst stabilisiert werden, um dann vermittels Eintritt in den sogenannten „Übergangsarbeitsmarkt“, mittels Arbeitsgelegenheiten, wieder Anschluss zu finden an reguläre, schlussendlich unbegleitete und -geförderte Beschäftigung und somit der Teilhabe am Arbeitsleben.

Bereits ab Frühjahr 2018 werden hierzu die ersten AGH-Plätze zur Verfügung stehen, die zuvor über einen Ideenwettbewerb für interessierte Träger - zur Schaffung zusätzlicher, im öffentlichen Interesse liegender Beschäftigungsangebote - ausgelobt und vergeben werden. Im weiteren Projektverlauf wird dann das Ziel sein, die Teilnehmer/-innen soweit zu festigen, dass idealer Weise ein Einmünden in eine ungeförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Wirtschaftsunternehmen möglich wird.

Im Auswahlverfahren wird besonderes Augenmerk auf hinreichende Flexibilität der Träger der Beschäftigungsplätze bzgl. Tätigkeit, Verortung und Zeiten gelegt, um teilnehmerbezogen beweglich zu sein, wann wer wo welche Tätigkeit aufnehmen kann und dann auch aufnimmt.

Hilfestellungen zur Alltagsbewältigung werden mit Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration verknüpft, es kann ein ganzheitlicher Ansatz aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik umgesetzt werden. Eine reibungslose Kooperation der zuständigen Fachämter untereinander sowie gerade auch dem hier so wichtigen Jobcenter wird realisiert. Im Projekt werden zwei regional und im Kontext erfahrende Intensivbetreuer/-innen eingesetzt, die sich intensiv um jeden Einzelfall kümmern und auf alle im Landkreis Stendal zur Verfügung stehenden Hilfsstrukturen kundig zurückgreifen. Neben den bereits benannten Partnern in den Ämtern und bei den Institutionen der Arbeitsmarktintegration kann dies auch Hilfestellung z.B. seitens weiterer Einrichtungen wie der Schuldner- oder Mieterberatung sein.

Oft sind die Hemmschuhe eben so groß und die Hindernisse auf dem Weg in Arbeit so vielfältig, dass eine Intensivbetreuung gefragt ist.

 Die Intensivbetreuer bieten Unterstützung bei z.B.:

  1. der Erkennung und Beseitigung von Vermittlungshemmnissen
  2. der Stärkung der sozialen Kompetenzen
  3. der Entwicklung (neuer) beruflicher Perspektiven und beim (Wieder-)Einstieg ins Arbeitsleben
  4. der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz oder Qualifizierungs- & Weiterbildungsmöglichkeiten
  5. der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch
  6. Behördenkontakten

und ähnlichen Lebenslagen.

Die Intensivbetreuer des Landkreises Stendal unterstützen und begleiten Sie während des gesamten Projektes, d.h. bis zu 3 Jahren, bei allen aufkommenden Fragen und Problemlagen.

Kontaktdaten der Intensivbetreuer des Landkreises Stendal

Anja Wohlt
Intensivbetreuerin
Telefon: 03931 60-7893
Fax: 03931 60-7888
Arneburger Str. 24, Haus I
39576 Hansestadt Stendal
E-Mail: anja.wohlt@landkreis-stendal.de 

Maren von Wnuck
Intensivbetreuerin
Telefon: 03931 60-7892
Fax: 03931 60-7888
Arneburger Str. 24, Haus I
39576 Hansestadt Stendal
E-Mail: maren.von.wnuck@landkreis-stendal.de

16.11.2017

© Edgar Kraul E-Mail

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